Ideen, die bewegen

Die Initiative zur Gründung des Vereins ging von russlanddeutschen Frauen aus, die sich in unterschiedlichen Vereinen und Verbänden der Russlanddeutschen in ganz NRW engagieren.

Jede einzelne Biographie dieser Frauen ist mit einer Kernkompetenz und Erfahrung in der Arbeit mit Spätaussiedlern verbunden.

Als unseren vorrangigen Auftrag verstehen wir die sprachliche, berufliche und gesellschaftliche Integration der Russlanddeutschen in NRW.

Durch innovative Ideen möchten wir insbesondere Frauen befähigen sich als selbstbestimmte Persönlichkeit zu entwickeln und am wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und politischen Leben verantwortlich mitzuwirken und damit ihre Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe wahrzunehmen.

SATZUNG


§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr

  1. Der Verein führt den Namen “Forum Dialog russlanddeutscher Frauen in NRW“ abgekürzt FORUM Dialog Ru.DE.
  2. Der Verein soll in das Vereinsregister eingetragen werden.
  3. Mit der Eintragung erhält der Name des Vereins den Zusatz „eingetragener Verein“, in der Abkürzung „e.V“.
  4. Der Verein hat seinen Sitz in Dortmund.
  5. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Vereinszweck

  1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige bzw. mildtätige Wohlfahrtszwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung (§§ 51 ff. AO) in der jeweils gültigen Fassung.
  2. Der Verein fördert:
    1. internationale Gesinnung, Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerveständigungsgedankens;
    2. Erziehung, Volks- und Berufsbildung einschließlich der Studentenhilfe,
    3. Jugend- und Altenhilfe,
    4. Gleichstellung von Frauen und Männern,
    5. Schutz von Ehe und Familie,
    6. Sport, Kunst und Kultur;
    7. bürgerschaftliches Engagement zugunsten gemeinnütziger und mildtätiger Zwecke,
    8. Vertriebene, Aussiedler und Spätaussiedler
  3. Die Satzungszwecke werden verwirkliche insbesondere durch:
    1. Maßnahmen, die geeignet sind, das psychisch-soziale, körperliche und geistige Wohlbefinden (i.S. der Gesundheitsdefinition der WHO) von Frauen und Kindern durch Beratung und praktische Lebenshilfe zu verbessern;
    2. Mütter- und Väterberatung;
    3. Unterstützt Initiativen zur Selbsthilfe von Frauen. Der Verein vermittelt Frauen durch Bildungsmaßnahmen Kenntnisse, die dazu dienen, ihren Gleichheitsanspruch nach Artikel 3 GG auf allen Ebenen ihres Alltagslebens zu verwirklichen;
    4. Durchführung internationaler Begegnungen: identitätsstiftende, interkulturelle und grenzüberschreitende Arbeit;
    5. Unterstützung der deutschen Minderheit in Russland und den GUS – Staaten;
    6. Förderung der interkulturellen Jugend- und Altenhilfe, der Familienhilfe sowie der Förderung der gesellschaftlichen Integration der Russlanddeutschen;
    7. Hilfe bei der Integration und Reintegration von Arbeitslosen und Arbeitssuchenden in den Arbeitsmarkt - Maßnahmen im Übergang „Schule-Beruf“;
    8. Organisation von Bildungs-, Sport-, Kultur- und Freizeitveranstaltungen;
    9. Förderung schulischer und außerschulischer Bildung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen durch geeignete und notwendige Bildungsmaßnahmen wie Kurse und Seminare.
  4. Der Verein ist in NRW aktiv und bemüht sich um enge Zusammenarbeit mit Institutionen und Einrichtungen, die sich für Belange der Frauen, Familien, Kindern, Jugend und Integration einsetzen.
  5. Er fördert, intensiviert und unterstützt die Arbeit der Organisationen der Russlanddeutschen. Er regt an und initiiert gemeinsame Aktivitäten im Sinne des § 2, und vertritt die Interessen der Organisationen in der Öffentlichkeit. Dabei strebt er die Zusammenarbeit mit anderen demokratischen Organisationen und Institutionen zur Verwirklichung der vorgenannten Zwecke an.
  6. Der Verein ist parteipolitisch und konfessionell neutral. Er setzt sich für die Gleichberechtigung der Menschen unabhängig von kulturellen, ethnischen, religiösen, geschlechtsspäzifischen Zugehörigkeiten im Sinne des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland ein.

§ 3 Gemeinnützigkeit

  1. Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
  2. Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden; die Mitglieder des Vereins dürfen in ihrer Eigenschaft als Mitglieder keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins erhalten.
  3. Die Vereinsmitglieder erhalten bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung oder bei Aufhebung des Vereines keine Anteile des Vereinsvermögens.
  4. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereines fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 4 Mitgliedschaft

  1. Mitglied kann jede natürliche und juristische Person werden, die sich zu den Zielen des Vereins bekennen. Juristische Personen haben die gleichen Mitgliedsrechte wie natürliche Personen; ihr jeweils einfaches Stimmrecht wird durch einen hierzu bevollmächtigten Vertreter wahrgenommen.
  2. Die Aufnahme erfolgt durch den Vorstand und wird schriftlich bestätigt.
  3. Die Mitgliedschaft erlischt
    1. durch schriftliche Austrittserklärung, die nur mit vierteljährlicher Kündigung zum Schluss des Geschäftsjahres zulässig ist;
    2. durch Ausschluss wegen vereinsschädigenden Verhaltens. Der Ausschluss erfolgt durch den Vorstand, gegen dessen Entscheidung eine Berufung an die Mitgliederversammlung innerhalb von 4 Wochen möglich ist;
    3. wenn ein Mitglied mit der Zahlung eines Jahresbeitrages länger als 12 Monate im Rückstand ist. Der Vorstand kann dann nach vorheriger Mahnung eine Streichung in der Mitgliederliste vornehmen.
  4. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendung aus Mitteln des Vereins. Dies gilt auch bei ihrem Ausscheiden oder bei der Auflösung des Vereins.
  5. Der Mitgliedsbeitrag wird von der Mitgliederversammlung festgelegt.

§ 5 Organe des Vereins

Die Organe des Vereins sind
a) die Mitgliederversammlung,
b) der Vorstand.


§ 6 Mitgliederversammlung

(1) In der Mitgliederversammlung haben alle Vereinsmitglieder eine Stimme.

(2) Die Mitgliederversammlung findet mindestens einmal jährlich statt. Sie wird vom Vorstand schriftlich unter Angabe der Tagesordnung einberufen. Die Ladungsfrist beträgt 2 Wochen. Die Frist beginnt mit dem auf die Absendung des Einladungsschreibens folgenden Tag. Es gilt das Datum des Poststempels. Das Einladungsschreiben gilt dem Mitglied als zugegangen, wenn es an die letzte vom Mitglied des Vereins schriftlich bekannt gegebene Adresse gerichtet ist.

(3) Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist einzuberufen, wenn es das Vereinsinteresse erfordert. Auf schriftliches Verlangen von mindestens 25 % aller Vereinsmitglieder hat der Vorstand binnen 6 Wochen eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen. Der Vorstand kann jederzeit eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Dem Antrag der Mitglieder muss der gewünschte Tagesordnungspunkt zu entnehmen sein.

(4) Die Mitgliederversammlung ist bei ordnungsgemäßer Einladung ohne Rücksicht auf die Anzahl der Erschienenen beschlussfähig. Sie wählt aus ihrer Mitte einen Versammlungsleiter.
Beschlüsse werden, sofern die Versammlung nicht etwas anderes bestimmt, offen durch Handaufheben mit Stimmenmehrheit getroffen. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt.

(5) Über den Verlauf der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll anzufertigen. Dieses ist von der  Schriftführerin und der Vorsitzenden zu unterzeichnen. Im Falle der Verhinderung der Vorsitzenden ist das Protokoll von den zwei stellvertretenden Vorsitzenden zu unterzeichnen.


    § 7 Aufgaben der Mitgliederversammlung  

    (1) Die Mitgliederversammlung als das oberste beschlussfassende Vereinsorgan ist grundsätzlich für alle Aufgaben zuständig, sofern bestimmte Aufgaben gemäß dieser Satzung nicht einem anderen Vereinsorgan übertragen wurden.

    Die Mitgliederversammlung wählt aus der Reihe der Mitglieder den Vorstand. Gewählt sind die Personen, die die meisten Stimmen auf sich vereinigen.

    (2) Die Mitgliederversammlung kann Mitglieder des Vorstands abwählen. Hierzu benötigt sie in Abweichung von (1) die Mehrheit der Stimmen aller Vereinsmitglieder.

    (3) Die Mitgliederversammlung entscheidet über Anträge von Mitgliedern, die durch Vorstandsbeschluss ausgeschlossen werden sollen.

    (4) Die Mitgliederversammlung nimmt den jährlich vorzulegenden Geschäftsbericht des Vorstands und den Prüfungsbericht des Rechnungsprüfers entgegen und erteilt dem Vorstand Entlastung.

    (5) Die Mitgliederversammlung entscheidet über den vom Vorstand jährlich vorzulegenden Haushaltsplan des Vereins.

    (6) Der Mitgliederversammlung sind die Jahresrechnung und der Jahresbericht zur Beschlussfassung über die Genehmigung und die Entlastung des Vorstands schriftlich vorzulegen. Sie bestellt 2 Rechnungsprüfer, die weder dem Vorstand noch einem vom Vorstand berufenen Gremium angehören und auch nicht Angestellte des Vereins sein dürfen, um die Buchführung einschließlich des Jahresabschlusses zu prüfen und über das Ergebnis vor der Mitgliederversammlung zu berichten.
    Die Rechnungsprüfer haben Zugang zu allen Buchungs  und Rechnungsunterlagen des Vereins.


    § 8 Vorstand

    1. Der Vorstand besteht aus

          a.    der Vorsitzenden

          b.    zwei Stellvertreterinnen

          c.     Schriftführerin

          d.     Kassenwartin. 
    2. Der Vorstand wird auf die Dauer von drei Jahren gewählt und bleibt bis zur Neuwahl im Amt. Die Neuwahl hat längstens drei Monate nach Ablauf der Amtszeit zu erfolgen.
      Die Vorsitzende, die beiden Stellvertreterinnen, Schriftführerin und die Kassenwartin werden von den Mitgliedern der Mitgliederversammlung in getrennten Wahlgängen gewählt. Es gelten diejenigen als gewählt, auf die die meisten Stimmen entfallen sind. 
    3. Scheidet ein Vorstandsmitglied aus, ist eine Nachwahl für den Rest der Amtszeit innerhalb von 3 Monaten durchzuführen.
    4. Der Vorstand wird gerichtlich und außergerichtlich vertreten durch den Vorsitzenden allein oder die beiden Stellvertreter gemeinschaftlich.
    5. Der Vorstand kann sich eine Geschäftsordnung geben. 
    6. Der Vorstand kann einen Beirat berufen.


    § 9 Schlussbestimmung

    1. Für den Beschluss, den Verein aufzulösen, ist eine 3/4 Mehrheit der in der Mitgliederversammlung anwesenden Mitglieder erforderlich. Der Beschluss kann nur nach rechtzeitiger Ankündigung in der Einladung zur Mitgliederversammlung gefasst werden.
    2. Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins sowie bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke, fällt das Vermögen der Körperschaft an die djo-Deutsche Jugend in Europa – Landesverband NRW e.V., die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.

          Diese Satzung wurde in der vorliegenden Form von der Mitgliederversammlung am 19.03.2016 beschlossen.